Ursachen & Risikofaktoren von Acne inversa

Unterschiedliche Faktoren können zur Entstehung von Acne inversa beitragen

Ursachen von Acne inversa

Die genauen Ursachen von Acne inversa (Akne inversa) sind bis heute nicht genau bekannt. Man geht davon aus, dass die typischen Hautveränderungen Folge einer Fehlleitung des Immunsystems und verstopfter Haarwurzeln sind. Sicher ist, dass die Entstehung von Acne inversa nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat.

Eine verstopfte Haarwurzel kann zu einer Schwellung des Haarbalgs (Haarfollikels) führen, dem Teil des Haares, der die Haarwurzel umschließt. Reißt dieser auf (Ruptur), kann sich ein Abszess bilden, der mit einer starken Entzündung einhergeht. Außerdem werden die folgenden Faktoren mit einem erhöhten Risiko für Acne inversa in Zusammenhang gebracht.

Alter

Acne inversa tritt besonders häufig bei jungen Erwachsenen Anfang 20 auf. Ab etwa dem 55. Lebensjahr nimmt sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Krankheit ab.

Geschlecht

Es wird vermutet, dass Frauen häufiger an Acne inversa erkranken als Männer.

Erbliche Faktoren

Es scheint eine erbliche Veranlagung für Acne inversa zu geben. Bei etwa einem Drittel der Menschen mit Acne inversa sind im familiären Umfeld weitere Personen erkrankt.

Hormonelle Faktoren

Da die Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter besonders häufig auftritt, wird vermutet, dass es eine Verbindung zwischen Geschlechtshormonen und Acne inversa bei einigen Patienten gibt.

Lebensstil

Auch zwischen Rauchen, Übergewicht und Acne inversa scheint es einen Zusammenhang zu geben, der jedoch nicht vollständig geklärt ist. Ein hohes Körpergewicht kann die Beschwerden durch erhöhte Schweißbildung und Reibung in den Körperfalten ungünstig beeinflussen.

Acne inversa oder Schweißdrüsenabszess?

Acne inversa wird auch heute noch manchmal als Schweißdrüsenabszess bezeichnet. Das kommt daher, dass früher angenommen wurde, eine Entzündung der Schweißdrüsen wäre die Ursache der Erkrankung. Auch die Bezeichnung Hidradenitis suppurativa weist auf diesen Irrtum hin, denn „hidros“ ist das griechische Wort für Schweiß. Tatsächlich kann es im Verlauf von Acne inversa auch zu einer Entzündung der Schweißdrüsen kommen. Diese ist jedoch nicht ursächlich für die Erkrankung.

Quellen:

  1. Zouboulis CC, Tsatsou F (2012). Disorders of the apocrine sweat glands. In: Goldsmith LA, Katz SI, Gilchrest BA, Paller AS, Leffell DJ, Wolff K (eds) Fitzpatrick’s Dermatology in General Medicine. 8th ed., McGraw Hill, New York, Chicago, pp. 947–959. 
  2. Jemec G. Hidradenitis Suppurativa. N Engl J Med. 2012; 366: 158–64.
  3. Collier F, Smith R, Morton C. Diagnosis and management of hidradenitis suppurativa. BMJ. 2013; 346: f2121.
  4. Zouboulis CC et al. S1-Leitlinie zur Therapie der Hidradenitis suppurativa/Acne inversa (ICD-10-Ziffer: L73.2). J Dtsch Dermatol Ges 2012; 10 (Suppl 5):1–31.
  5. Mühlstädt M, Bechara FG, Kunte C. Acne inversa (Hidradenitis suppurativa): Erkennen – Verstehen – Therapieren. Der Hautarzt 2013; 64:55–62.

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Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt

Wenn Sie den Verdacht haben, Beschwerden einer Acne inversa zu haben, wenden Sie sich bitte direkt an einen Hautarzt, damit er Ihnen helfen kann. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit der Arzt die richtigen Untersuchungen in die Wege leitet.