News | September 2017

HSIA-Fragebogen deckt psychische Belastung durch Acne inversa auf

Die Folgen von Acne inversa (Akne inversa) sind vielfältig. Neben den körperlichen Beschwerden führt die Erkrankung in vielen Fällen auch zu einer psychischen Belastung. Diese Komponente sollte bei der Beurteilung der Acne inversa, zum Beispiel für die Wahl der Therapie oder bei der Erfolgskontrolle der Behandlung, ebenfalls berücksichtigt werden. Wissenschaftler aus den USA haben dafür nun einen Patientenfragebogen entwickelt. Mit dem sogenannten HSIA*-Fragebogen lassen sich die psychischen Auswirkungen der chronisch-entzündlichen Erkrankung beurteilen. Er enthält 18 Fragen dazu, wie die Acne inversa in den letzten sieben Tagen in unterschiedlichen Lebensbereichen empfunden wurde. Eingesetzt werden soll er in Therapie-Studien. Die aufgegriffenen Themen sind jedoch auch außerhalb von Studien bei der medizinischen Betreuung von Patienten mit Acne inversa wichtig.

Sorgen, Scham, Bewegungseinschränkungen – Acne inversa hat viele Folgen

Acne inversa kann viele Lebensbereiche beeinträchtigen. Der HSIA-Fragebogen greift ganz unterschiedliche Einschränkungen auf, die sehr belastend sein können:

  • Unwohlsein in Bezug auf die Kleidung
  • Schwierigkeiten beim Bewegen der Arme, beim Gehen oder beim Sitzen
  • Einschränkungen bei sportlicher Aktivität
  • Probleme, soziale Kontakte zu pflegen
  • Schwierigkeiten bei der Hausarbeit
  • Einschränkungen des Selbstbewusstseins
  • Schamgefühle, Traurigkeit, Sorgen
  • Beeinträchtigung des Sexuallebens
  • Unzufriedenheit mit der Therapie
  • Einschränkungen durch Narbenbildung
  • Fehlzeiten bei der Arbeit bzw. in der Schule

Bei der Entwicklung des Patientenfragebogens zeigte sich, dass die genannten Faktoren Menschen mit Acne inversa im Alltagsleben besonders häufig begegnen. Das Ziel, diese Einschränkungen zu mindern, sollte daher auch eine Rolle bei der Behandlung spielen. Der HSIA-Fragebogen gibt die Möglichkeit, diese Aspekte zukünftig in Therapie-Studien zu berücksichtigen.

Arztgespräch: Belastungen durch Acne inversa beim Namen nennen

Wenn bei Ihnen Acne inversa diagnostiziert wurde, haben Sie die Beeinträchtigungen, die der HSIA-Fragebogen aufgreift, womöglich selbst schon erlebt. Ihr Hautarzt kann bei der Untersuchung die körperlichen Symptome, zum Beispiel Knoten, Abszesse oder Narbenbildung, feststellen und bei der Behandlung berücksichtigen. Um auch zu erfahren, wie es Ihnen psychisch geht, ist er darauf angewiesen, dass Sie ihm dies im Gespräch beschreiben. Wenn er weiß, welche psychischen Folgen die Erkrankung bei Ihnen hat und was Sie im Alltagsleben besonders einschränkt, kann dies im Behandlungsplan berücksichtigt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt über die Belastungen durch die Acne inversa.


*Hidradenitis Suppurativa Impact Assessment = Beurteilung der Auswirkungen durch Acne inversa

Quelle:

  1. Kimball AB et al. J Dermatolog Treat. 2017 Jul 4: 1–13. doi: 10.1080/09546634.2017.1341614.

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