News | November 2017

Acne inversa: Begleiterkrankungen erkennen und behandeln

Acne inversa: Begleiterkrankungen erkennen

Acne inversa (Akne inversa) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Ihre Auswirkungen beschränken sich jedoch nicht nur auf die Haut. Sie kann mit einer Reihe von Begleiterkrankungen einhergehen. Eine Komorbidität, so der Fachbegriff, kann also auch ganz andere Körperbereiche betreffen. Spanische Wissenschaftler haben sich nun in einer Studie damit beschäftigt, welchen Begleiterkrankungen bei der medizinischen Betreuung von Menschen mit Acne inversa besondere Beachtung geschenkt werden sollte. Sie zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, entzündliche Gelenkerkrankungen und psychische Erkrankungen dazu. Die Forscher empfehlen, bei Menschen mit Acne inversa routinemäßig zu überprüfen, ob Begleiterkrankungen vorliegen, damit sie bei der Behandlung berücksichtigt werden können.

Welche Beschwerden können mit Acne inversa in Verbindung stehen?

Gelenkschmerzen, Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt oder dem Herzen, eine Depression – wer würde dabei daran denken, dass diese Beschwerden mit Acne inversa zu tun haben? Tatsächlich können sich so jedoch einige der häufigsten Begleiterkrankungen äußern, auf die in der Studie der Fokus gelegt wird. Bei den Gelenkerkrankungen kommt es insbesondere häufig zu einer so genannten Spondyloarthropathie. Dabei ist die Wirbelsäule von einer Entzündung betroffen, tiefsitzende Rückenschmerzen sind oft ein erstes Anzeichen.

Zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), die in Verbindung mit Acne inversa auftreten können, zählt insbesondere Morbus Crohn. Diese CED ist durch eine Entzündung im Verdauungstrakt geprägt. Besonders oft zeigt sie sich am Übergang vom Dünn- zum Dickdarm. Typische Folgen sind Bauchschmerzen und Durchfall.

Als Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System bei Acne inversa nennen die spanischen Wissenschaftler in der Studie Diabetes, Störungen des Fettstoffwechsels, Übergewicht und Bluthochdruck. Auch das metabolische Syndrom wird genannt, eine Kombination unterschiedlicher Stoffwechselstörungen. Es kann wiederum Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern.

Nicht zuletzt rücken die Forscher auch psychische Erkrankungen in den Blickpunkt. Die Haut beeinflusst das psychosoziale Gleichgewicht. Ist die Haut beeinträchtigt, hat das oft auch Folgen auf die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden. Ängste oder Depression können daher auch als Begleiterkrankung der Acne inversa auftreten.

Begleiterkrankungen frühzeitig erkennen

Mit ihrer Studie zu den Begleiterkrankungen bei Acne inversa tragen die Wissenschaftler dazu bei, die Aufmerksamkeit von Ärzten, aber auch der Betroffenen selbst auf dieses wichtige Thema zu lenken. Menschen mit Acne inversa haben so die Möglichkeit, Risiken zu erkennen und einigen von ihnen bewusst gegenzusteuern. Mit einem gesunden Lebensstil – etwa bei der Ernährung – kann zum Beispiel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt werden. Kommt es zu Beschwerden, die mit einer Begleiterkrankung in Verbindung stehen könnten, sollte umgehend mit dem behandelnden Hautarzt darüber gesprochen werden. Er kann weitere Untersuchungen durchführen und bei Bedarf an einen anderen Facharzt überweisen. Sind Begleiterkrankungen bekannt, können sie bei der Behandlung berücksichtigt werden. Einige Medikamente zur Therapie der Acne inversa können zudem ebenfalls eine positive Wirkung auf bestimmte Begleiterkrankungen haben.

Quelle:

  1. Dauden E et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2017 Aug 10. doi: 10.1111/jdv.14517.

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