Acne inversa: Therapie mit Medikamenten

Antibiotika bei Acne inversa

Eine der Möglichkeiten für die Therapie mit Medikamenten bei Acne inversa (Akne inversa) ist der Einsatz von Antibiotika. Sie können die Hautveränderungen verbessern. In der Regel kommt es durch sie jedoch nicht zu einer vollständigen Abheilung. Antibiotika wirken gegen Krankheitserreger, die sich in den Hautveränderungen angesiedelt haben. Bei leichten Formen der Erkrankung werden Antibiotika häufig äußerlich als Lotion angewendet, begleitend zu anderen Medikamenten oder einer Operation. Bei allen Schweregraden der Acne inversa können sie aber auch als Tabletten eingenommen werden.

Biologika bei Acne inversa

Auch mit Biologika kann eine Acne inversa behandelt werden. Dabei handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Medikamente. Sie unterdrücken gezielt das Immunsystem, indem sie bestimmte Botenstoffe blockieren, durch welche die Entzündung aufrechterhalten wird. So kann der Entzündungsprozess langfristig unterbrochen werden. Ist die Acne inversa mittelschwer bis schwer ausgeprägt und aktiv und haben andere Therapien nicht gewirkt oder wurden nicht vertragen, besteht die Möglichkeit, Biologika einzusetzen. Sie können langfristig angewendet werden, wenn sie wirken und gut vertragen werden. Während der Behandlung mit Biologika sind regelmäßige Kontrollen beim Arzt notwendig. So sollen Nebenwirkungen minimiert werden. Da das Immunsystem durch die Behandlung beeinflusst wird, kann es leichter zu Infektionen kommen. Vor Beginn der Therapie müssen daher bestehende Infektionen, etwa Tuberkulose oder Hepatitis B, ausgeschlossen werden. Ebenfalls sollte überprüft werden, ob ein ausreichender Standardimpfschutz besteht. Umfassende Informationen zur Sicherheit von Biologika kann der Arzt geben.

Quellen:

  1. Zouboulis CC et al. S1-Leitlinie zur Therapie der Hidradenitis suppurativa/Acne inversa (ICD-10-Ziffer: L73.2). J Dtsch Dermatol Ges 2012; 10 (Suppl 5):1–31.
  2. Mühlstädt M, Bechara FG, Kunte C. Acne inversa (Hidradenitis suppurativa): Erkennen – Verstehen – Therapieren. Der Hautarzt 2013; 64:55–62.

Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt

Wenn Sie den Verdacht haben, Beschwerden einer Acne inversa zu haben, wenden Sie sich bitte direkt an einen Hautarzt, damit er Ihnen helfen kann. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit der Arzt die richtigen Untersuchungen in die Wege leitet.

Checkliste Behandlung

Sie sprechen mit Ihrem Hautarzt darüber, welche Therapie für Sie geeignet ist? Klären Sie möglichst alle Fragen und sprechen Sie die Punkte an, die Ihnen wichtig sind. Unsere Checkliste zur Behandlung unterstützt Sie bei der Vorbereitung auf das Arztgespräch.

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