Diagnose der Acne inversa

Diagnose der Acne inversa

Eine frühe Diagnose der Acne inversa (Akne inversa) ist wichtig. Nur so kann schnell die passende Behandlung begonnen und die Krankheit bestmöglich kontrolliert werden. Acne inversa zu erkennen ist jedoch häufig eine Herausforderung. Besonders die Abgrenzung zu Symptomen anderer Krankheiten, ist in vielen Fällen schwierig. Am Anfang kann Acne inversa etwa der schweren gewöhnlichen Akne ähneln oder einer Entzündung des äußeren Anteils des Haarbalgs (Follikulitis).

Es gibt nicht die eine Untersuchung, mit welcher der Hautarzt eine Acne inversa eindeutig feststellen kann. Die wichtigsten Hinweise auf die Erkrankung erhält er durch die körperliche Untersuchung und ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten.

Körperliche Untersuchung und Gespräch mit dem Arzt

Im Gespräch fragt der Hautarzt nach der Krankengeschichte (Anamnese). So erfährt er, wann die Beschwerden begonnen haben, ob sie wiederkehrend waren und ob es weitere Familienangehörige mit Acne inversa gibt. Bei der körperlichen Untersuchung kann der Arzt beurteilen, ob sich charakteristische Veränderungen an der Haut an den typischen Körperbereichen gebildet haben.

Laborwerte und weitere Verfahren

Es gibt einige Blutwerte, die einen Anhaltspunkt geben können, ob im Körper eine Entzündung vorliegt. Einer davon ist das C-reaktive Protein (CRP). Dieses Eiweiß kommt im Blut vor. Bei einer Entzündung im Körper steigt seine Konzentration an. Auch die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) ist ein Anhaltspunkt für eine Entzündung im Körper. In einem Röhrchen mit einer Blutprobe setzen sich nach einiger Zeit die roten Blutkörperchen ab. Die Geschwindigkeit, in der das passiert wird BSG genannt. Eine Entzündung kann die BSG beschleunigen und damit diesen Wert erhöhen. Dadurch lässt sich Acne inversa zwar nicht sicher feststellen, aber die Werte können einen Hinweis auf die Erkrankung geben.

Die Untersuchung eines Abstrichs im Labor kann weiterhin Aufschluss darüber geben, ob eine Infektion vorliegt und gegebenenfalls auch, welcher Erreger ursächlich ist. Mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) oder Magnetresonanztomografie (MRT) lässt sich feststellen, wie weit sich Abszesse oder Fisteln ausgedehnt haben.

Quellen:

  1. Zouboulis CC et al. S1-Leitlinie zur Therapie der Hidradenitis suppurativa/Acne inversa (ICD-10-Ziffer: L73.2). J Dtsch Dermatol Ges 2012; 10 (Suppl 5):1–31.
  2. Breuninger H, Wienert V. Acne inversa. Dt Ärztebl 2001; 98:A 2889–2892.
  3. Danby FW, Margeesson LJ. Hidradenitis Suppurativa. Dermatol Clin 2010; 28(4):779–793.

Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt

Wenn Sie den Verdacht haben, Beschwerden einer Acne inversa zu haben, wenden Sie sich bitte direkt an einen Hautarzt, damit er Ihnen helfen kann. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit der Arzt die richtigen Untersuchungen in die Wege leitet.

Hautarzt- und Kliniksuche

Hautärzte sind die richtigen Ansprechpartner für die Diagnose und Behandlung der Acne inversa. Finden Sie einen Experten in Ihrer Nähe.

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