Acne inversa behandeln: Was steht im Beipackzettel?

Acne-inversa-Behandlung: Der Beipackzettel informiert über Medikamente

Ihr Arzt hat Ihnen ein neues Medikament zur Behandlung der Acne inversa (Akne inversa) verschrieben. Damit die Therapie den gewünschten Erfolg hat, kommt es nun darauf an, die Behandlung sehr genau umzusetzen. Wie, wie oft und wie lange Sie das Arzneimittel anwenden sollen, erklärt Ihnen Ihr Hautarzt. Auch vom Apotheker erhalten Sie Informationen. Im Beipackzettel können Sie zu Hause noch einmal alles nachlesen. Ziel der Gebrauchsinformation – so die offizielle Bezeichnung des Beipackzettels – ist es, über ein Arzneimittel, dessen Anwendung und auch über mögliche Risiken zu informieren. Den Herstellern von Medikamenten ist durch das Arzneimittelgesetz (AMG) vorgegeben, welche Informationen der Beipackzettel in welcher Reihenfolge beinhalten muss.

Tablette, Lotion oder Spritze: Was müssen Sie beachten?

Die erste Information auf dem Beipackzettel ist der Name des Medikaments. Er ist mit dem Warenzeichen „®“ gekennzeichnet. Weiter geht es mit dem Wirkstoffnamen und der Menge des Wirkstoffs, z. B. pro Tablette, Spritze oder bei einer Creme oder Lotion pro Gramm. Der nächste Abschnitt nennt die Anwendungsgebiete. Es sind alle Erkrankungen aufgezählt, bei denen das Medikament zugelassen ist. Für die bessere Verständlichkeit sind die medizinischen Fachbegriffe und auch die allgemein verständlichen Namen genannt. Es folgen alle Besonderheiten zum Medikament unter „Was müssen Sie beachten?“:

  • die Umstände, unter denen das Arzneimittel nicht angewendet werden darf, z. B. wenn eine allergische Reaktion auf einen Bestandteil zu erwarten ist oder wenn bestimmte weitere Erkrankungen vorliegen
  • ob das Medikament sich mit anderen Arzneimitteln verträgt oder deren Wirkung beeinflussen kann
  • ob Sie Auto fahren oder Alkohol trinken dürfen, wenn Sie das Medikament genommen haben
  • ob es in der Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt ist
  • ob auch Kinder das Medikament nehmen dürfen und wenn ja, ab welchem Alter
  • wenn das Medikament nicht in Augenkontakt kommen darf
  • ob äußerliche Arzneimittel auch auf empfindlichen Hautpartien wie dem Gesicht oder großflächig angewendet werden dürfen

Dosierung: Wie, wann und wie oft wird behandelt?

Sehr wichtig bei der medikamentösen Therapie ist die Dosierung eines Arzneimittels. Im Beipackzettel wird daher genau beschrieben, in welcher Menge und wie oft ein Arzneimittel genommen wird. Auch das „Wie“ wird erklärt: „Vor den Mahlzeiten“, „in Wasser aufgelöst“ oder „unter die Haut gespritzt“ können Angaben dazu sein. Sie haben aus Versehen zu viel von Ihrem Medikament genommen? Dann sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt sprechen. In der Gebrauchsinformation steht, wie sich eine Überdosierung äußern kann. Auch was zu tun ist, wenn Sie die Anwendung vergessen haben, ist erläutert.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Weiter geht es im Beipackzettel mit den Nebenwirkungen. Die Hersteller von Medikamenten sind dazu verpflichtet, alle Nebenwirkungen zu nennen, die schon einmal aufgetreten sind. Nebenwirkungen und auch der Verdacht darauf werden von den Herstellern und auch den Behörden dokumentiert. Die Gebrauchsinformation listet auf, wie häufig die einzelnen Nebenwirkungen auftreten.

Bei der Entwicklung von Medikamenten wird versucht, Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden. Die Zusammensetzung und Gestaltung des Wirkstoffs, die Anwendungsform (etwa Tablette oder Injektion) sowie die Dosierung können Einfluss darauf haben. Ob es zu einer Nebenwirkung kommt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: zum Beispiel den Erbanlagen, dem Alter, ob weitere Erkrankungen vorliegen und von der allgemeinen körperlichen Verfassung, zum Beispiel einem hohen oder niedrigen Blutdruck. Auch der Lebensstil, etwa das Gewicht, die Ernährung, Rauchen oder die körperliche Aktivität, kann Einfluss darauf haben, wie ein Medikament wirkt.

Das bedeuten die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen:
Häufigkeit Wie viele sind betroffen?Das bedeutet in Prozent …
sehr häufig Mehr als 10 von 100 Behandeltenmehr als 10 %
häufig Weniger als 10 von 100 Behandelten1 bis 10 %
gelegentlich Weniger als 10 von 1.000 Behandelten0,1 bis 1 %
seltenWeniger als 10 von 10.000 Behandelten0,01 bis 0,1 %
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandeltenweniger als 0,01 %
nicht bekanntDie Häufigkeit ist auf Grundlage der vorhandenen Daten nicht abschätzbar

Bedenken wegen eines Medikaments? Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Der Beipackzettel liefert eine Menge Informationen zu Nebenwirkungen auf einmal. Das kann manchmal auch verunsichern. Überwiegt der Nutzen tatsächlich? Mit welchen Nebenwirkungen muss ich persönlich rechnen? Wenn Sie Bedenken oder Zweifel wegen eines Medikaments haben, ist es besser, Sie informieren sich genauer über die Therapie und möglichen Risiken, anstatt es ungenutzt im Arzneischrank liegen zu lassen. Ihr Hautarzt kann Ihnen genau erklären, was es mit der Behandlung auf sich hat, wie sie wirkt , welches Ergebnis zu erwarten ist und wie das Risiko einer möglichen Nebenwirkung einzuschätzen ist. Gemeinsam können Sie herausfinden, ob das Medikament tatsächlich die geeignete Behandlung für Sie ist und warum.

Medikamente richtig aufbewahren

„Für Kinder unzugänglich“ – klar, dass Medikamente einen sicheren Platz bekommen sollten, damit sie nicht in falsche Hände gelangen. Im Beipackzettel erfahren Sie, worauf es bei der Aufbewahrung Ihres Medikaments noch ankommt:

  • ob das Arzneimittel gekühlt werden muss
  • wie lange es nach dem Anbrechen haltbar ist
  • was bei der Entsorgung zu beachten ist

Das ist wichtig, damit Sie nicht ein Medikament nehmen, das seine Wirkung durch falsche Lagerung womöglich verloren hat. Am Ende des Beipackzettels finden Sie nochmals den Wirkstoff sowie alle Bestandteile des Medikaments. So können Sie überprüfen, ob ein Inhaltsstoff dabei ist, den Sie nicht vertragen.

Die Gebrauchsinformation für ein Medikament erweckt zunächst den Eindruck von viel „Kleingedrucktem“. Sie enthält jedoch viele wichtige Informationen, die eine gute Hilfestellung zur Behandlung bieten. Wenn Sie Fragen oder Bedenken nach der Lektüre haben, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber. Die richtige Anwendung eines Medikaments gegen Acne inversa ist eine wichtige Grundlage dafür, dass die Therapie Erfolg hat.

Tipp

Auf der Internetseite www.patienteninfo-service.de können Sie gezielt nach Gebrauchsinformationen von Medikamenten suchen.

Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt

Wenn Sie den Verdacht haben, Beschwerden einer Acne inversa zu haben, wenden Sie sich bitte direkt an einen Hautarzt, damit er Ihnen helfen kann. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit der Arzt die richtigen Untersuchungen in die Wege leitet.

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